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Methodarium

Kronenübung

Alle tragen eine Papierkrone mit einem Charakter, den sie selbst nicht kennen. Im Gespräch erraten sie ihn und erleben, wie Zuschreibungen wirken.

Drei Personen mit Papierkronen sitzen im Halbkreis und diskutieren miteinander

Kategorie: Diskussionsübungen, Mind Opener, Reflexionsübungen, Rollenspiele/Planspiele

Dauer: kurz (0 bis 20 Minuten), mittel (21 bis 45 Minuten)

Gruppengröße: Kleingruppe (2 bis 6 Personen), Mittlere Gruppe (7 bis 16 Personen)

Altersgruppen: Erwachsene (32+ Jahre), Jugendliche (13 bis 18 Jahre), Junge Erwachsene (19 bis 32 Jahre), Kinder (7 bis 12 Jahre)

Lernräume: Indoor/Seminarraum, Stadt/Urbaner Raum, Wald, Wiese

Ziele: Achtsamkeit üben/lernen, Barrieren abbauen, Feedback, Führung lernen/übernehmen, Interaktion/Kommunikation, Interkulturelle Kompetenz entwickeln, Kennenlernen, Konfliktbearbeitung, Reflexion, Selbsterfahrung, Transfer, Umgang mit Handicaps, Verantwortung übernehmen

Anleitung

  1. Aus Papiersackerln oder Papierstreifen entstehen „Kronen“. Auf jede wird mit Filzstift ein Charakter oder eine Identität geschrieben.
  2. Sammle die Kronen ein und mische sie. Setze dann jeder Person eine Krone auf. Wichtig: Niemand darf erfahren, was auf der eigenen Krone steht.
  3. Jeweils zwei bis drei Personen setzen sich gegenüber und sprechen über ein vorgegebenes Thema. Dabei gehen sie auf den Charakter ein, der auf der Krone des Gegenübers steht, und verhalten sich entsprechend.
  4. Nach etwa 10 Minuten erraten die Teilnehmenden, welcher Charakter ihnen zugeschrieben wurde.
  5. Im Anschluss setzt sich die ganze Gruppe kritisch mit den gewonnenen Eindrücken auseinander.

Variante: freies Thema

Die Teilnehmenden wählen selbst das Thema, über das sie sprechen.

Anmoderation

„Führe das Gespräch mit deinem Gegenüber so, wie du es für einen Menschen mit dieser Charaktereigenschaft passend findest. Achte dabei auf dein eigenes Verhalten. Versuche herauszufinden, welche Charakterzüge und Eigenheiten dir zugeschrieben werden.“

Reflexion

  • Hast du herausgefunden, welche Eigenheiten dir zugeschrieben wurden?
  • Wie verändern sich dein Verhalten und deine Kommunikation gegenüber den verschiedenen Charakteren?
  • Mit welchem Charakter fiel dir der Austausch besonders leicht, mit welchem besonders schwer?

Ziele

  • Kommunikation bewusst erleben
  • spüren, wie sich eine Zuschreibung von Charakter oder Identität anfühlt und was sie mit einem macht
  • freier kommunizieren
  • erkennen, wie frühe Festlegungen gute Kommunikation einschränken

Sicherheit

Verwende nur lösungsmittelfreie Filzstifte, damit niemand die Dämpfe einatmet.

Hinweise

Statt Papierstreifen eignet sich jede Art von Kopfbedeckung, etwa eine aus Naturmaterialien. Wichtig ist, dass die Zettel gut befestigt sind.

Material

  • Papierstreifen, Papiersackerl oder Post-its
  • lösungsmittelfreie Filzstifte
  • Befestigungshilfen wie Gummiringerl, Stecknadeln, Klebstoff oder Klammermaschine

Quelle

WIFI Österreich: Lernmodellkatalog S.P.A.S.S. Lebendiges und nachhaltiges Lernen, Teil 1 und 2 (Beispielsammlung für Trainer:innen).

Diese Methode stammt aus dem NEVEREST-Methodarium. Geschrieben haben sie Teilnehmende unserer Trainerausbildung und unserer Outdoor-Ausbildungen.

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Weitere Methoden

  • Entspannungsübungen, Großgruppenübungen, Heart Opener, Mind Opener, Narrative Methoden, Phantasiereisen

    Eine kurze Atemübung im Liegen: einatmen, Luft anhalten, hörbar ausatmen, pausieren. Sie bringt Ruhe und Konzentration in die Gruppe.

    Dauer: kurz (0 bis 20 Minuten)
  • Übernommen von www.neverest.at (https://www.neverest.at/wp-content/uploads/NEVEREST-Methode-Das-Roboterspiel.jpg), Lizenz nicht dokumentiert. Titelbild der Methode „Das Roboterspiel“, übernommen am 2026-10-04.
    Energizer/Aktivierungsübung, Improtheater, Kooperative Abenteuerübungen, Kreativspiele, Methoden mit darbietendem Charakter, Rollenspiele/Planspiele, Storytelling

    Eine Person steuert ihren „Roboter“ nur durch Antippen durch den Raum. Übt klare Signale, Achtsamkeit und Verantwortung füreinander.

    Dauer: kurz (0 bis 20 Minuten)
  • Übernommen von www.neverest.at (https://www.neverest.at/wp-content/uploads/NEVEREST-Methode-Die-Rettungsbruecke.jpg), Lizenz nicht dokumentiert. Titelbild der Methode „Die Rettungsbrücke“, übernommen am 2026-10-04.
    Diskussionsübungen, Kooperative Abenteuerübungen, Kreativspiele, Rätsel/Kniffel, Reflexionsübungen, Storytelling

    Mit drei Brettern, vier Pfählen und drei Steinen baut die Gruppe eine Brücke über ein gedachtes Gewässer. Für Planung, Kooperation und Kreativität.

    Dauer: mittel (21 bis 45 Minuten)
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