Anleitung
- Die Teilnehmenden stellen sich im Kreis auf. Lege pro Person einen Luftballon oder einen ähnlichen Gegenstand in die Mitte.
- Erkläre die einzigen Regeln: „Wenn ich einmal klatsche, nimmt sich jede Person einen Luftballon und stellt sich wieder an ihren Platz. Wenn ich zweimal klatsche, legen alle ihren Luftballon zurück in die Mitte.“
- Spiele eine Runde so durch. Nimm danach nach jeder Runde einen Luftballon aus der Mitte weg.
- Wichtig: Du reagierst die ganze Zeit nicht auf Fragen. Du erklärst weder, wie es weitergeht, noch, wie die Teilnehmenden damit umgehen sollen, dass immer weniger Luftballons in der Mitte liegen.
- Nach etwa 10 Minuten, je nach Gruppengröße, brichst du das Spiel ab und leitest die Reflexion ein.
Variante: andere Gegenstände
Statt Luftballons eignen sich auch andere Gegenstände, zum Beispiel Postkarten. Dann könnt ihr zusätzlich über die Motive sprechen: „Welche Karte hat euch besonders angesprochen? Warum?“ Im Wasser geht es zum Beispiel mit Badeenten.
Reflexion
- Wie habt ihr euch während des Spiels gefühlt?
- Was hat euch gefehlt?
- Was war wohl der Sinn des Spiels?
- Wie war die Zusammenarbeit in der Gruppe? Oder hat jede Person nur für sich „gekämpft“?
Ziele
- zeigen, wie wichtig klar definierte Regeln für die Zusammenarbeit im Team sind
- Gruppendynamik sichtbar machen
Sicherheit
Es kann zu Aggression unter den Teilnehmenden kommen. Dann musst du einschreiten. Je nach Gruppe legst du vorab als einzige zusätzliche Regel fest: „Keine Gewalt“ oder besser „Die anderen Teilnehmenden dürfen nicht berührt werden.“
Hinweise
Wesentlich ist, dass es außer dem Klatschen keine Regeln gibt und du nicht sagst, wie sich die Teilnehmenden verhalten sollen, wenn weniger Gegenstände im Spiel sind. Je nach Persönlichkeit durchlaufen sie Phasen wie Verunsicherung, Frust oder Aggression. Wie die Gruppe damit umgeht, zeigt, wie die Gruppendynamik im Team funktioniert: Ist es ein eingespieltes Team? Nimmt man Rücksicht aufeinander, oder kämpft jede Person für sich?
Material
- 1 Luftballon oder ähnlicher Gegenstand pro Person
Quelle
Ortrud Tornow: Spiele für Workshops und Seminare. Dort ebenfalls unter dem Namen „Anarchie“.



